Jean-Pierres Vater stirbt, als er nur ein Jahr alt ist. Seine Mutter versuchte, ihren Lebensunterhalt durch Handel auf dem Markt in Coyah zu verdienen, wo er sie begleitete, um ihr zu helfen, anstatt zur Schule zu gehen. Wie einige seiner neuen Geschwister im Waisenhaus war er täglichen Gefahren wie Überfällen, Misshandlungen und Kinderarbeit ausgesetzt. In der Josuha Guilavogui Foundation kann er endlich seine Jugend genießen, zur Schule gehen und in einer schützenden Umgebung aufwachsen. Er verbringt gerne Zeit in der Küche und mit Etienne, seinem "Mentor".
Fanta Bah
Fanta ist unser erstes Baby. Es war am frühen Abend, als ihre alleinerziehende Mutter den Mut hatte, an unsere Tür zu klopfen und uns diesen kleinen Engel anzuvertrauen. Bei ihrer Ankunft konnte Fanta noch nicht laufen. Sie wurde sofort zum Mittelpunkt des Interesses aller. Fanta, unsere Jüngste, hat das Leben in unserer Stiftung verändert. Wir sind alle große Schwestern große Brüder Mutter und Vater
Bintou Onivogui
Bintou war zuvor in einem Waisenhaus untergebracht. Während unserer Besuche, bei denen wir den Waisenhäusern unserer Partner halfen, verliebte sich Bintou in ein Mitglied unseres Teams. Bei jeder ihrer Abreisen hielt sie sie zurück, um sie am Weggehen zu hindern. In Absprache mit unserem Partner entschieden wir uns, sie für einige Wochen in unsere Stiftung aufzunehmen. Die Liebe ist erstaunlich, sie hat viele Formen und ist oft unvorhersehbar. Bintou ist nun Teil unserer Familie und steht Therese immer noch sehr nahe.
Thierno
Bevor er zur Guilavogui-Stiftung kam, war Thiernos Leben ein einziger Kampf. Sein Vater starb vor seiner Geburt und seine Mutter während der Entbindung. Obwohl seine Großmutter kein Dach über dem Kopf hatte, versuchte sie trotzdem, sich um Thierno zu kümmern. Großmutter und Enkel kämpften ihr ganzes Leben lang, indem sie bettelten und auf Parkplätzen oder in provisorischen Garagen schliefen. Dank Josuha und ihrem Team hat der kleine Thierno endlich ein Dach über dem Kopf, er kann nun jeden Tag in seinem Bett schlafen und gelassener in die Zukunft blicken.
Tewa Sitta
Tewa hat gerade seinen ersten Geburtstag gefeiert, als die Ebola-Krankheit auf tragische Weise seine Mutter dahinrafft und leider auch sein Vater nichts mehr von sich hören lässt. Im Dorf erzählt man sich, dass er versucht hat, nach Europa zu fliehen. Tewa wurde von ihrer Großmutter aufgenommen, deren Mann und fünf weitere Familienmitglieder ebenfalls an Ebola gestorben waren. Aufgrund dieser schwierigen Umstände hatte Tewa nie eine Schule besucht, bevor sie zur Josuha Guilavogui-Stiftung kam. Heute genießt sie es, den ganzen Tag im Klassenzimmer zu sitzen und zu lernen. Tewa träumt davon, an der Seite von Koma und Ibrahima als Lehrerin zu arbeiten.
Sia Mama
Schon in jungen Jahren wurde Sia Mama von ihren leiblichen Eltern verstoßen. Natürlich übernahm ihre Großmutter trotz Geldproblemen und der Führung ihres Ladens entlang der Straßen der Stadt. In diesem Alltag, in dem Arbeit Pflicht war, hat sie sich immer freiwillig gemeldet und war sich nie zu schade, ihrer Großmutter zu helfen. Jetzt erholt sich Sia Mama bei der Stiftung und ist außerdem die beste Tänzerin in unserer Familie. Sie träumt davon, Ärztin zu werden, genau wie Damarice und Faya Eugène.
Salematou
Salematous Vater war gelähmt und verließ die Familie, um wieder in seinem Heimatdorf zu leben. Ihre Mutter war erst 16 Jahre alt, als sie ihren fast 40 Jahre älteren Vater heiratete. Nach Salematous Geburt zog sie zu ihrer Schwester, um ihre Ausbildung fortzusetzen. Da Salematous Mutter nicht anwesend war, konnte sich ihr Zelt leider nicht angemessen um ihre Nichte kümmern. Salematou wurde ihr ganzes Leben lang stark vernachlässigt und litt unter großen Verlassensängsten. Heute findet sie die nötige Zuneigung bei Damarice. Beide sind unzertrennlich. Salematou gewöhnt sich langsam an das Waisenhaus und fühlt sich in ihrer neuen Familie sichtlich zu Hause.
Paul
Als Paul zwei Jahre alt war, trennten sich seine Eltern und ließen ihn zurück. Sein behinderter Onkel nimmt ihn in sein Haus auf, aber aufgrund seiner gesundheitlichen Sorgen kann er sich nicht angemessen um das Kind kümmern. Allein irrt Paul durch die Straßen seines Heimatdorfes. Durch seine Schwierigkeiten alarmiert, wird die Stiftung aktiv. Paul fühlt sich heute sehr wohl mit "seinen Brüdern und Schwestern" und hat endlich die Schule entdeckt. Eines Tages möchte er Polizist werden.
Moustapha
Moustapha ist Waise und wurde von seiner Tante aufgezogen. Leider reichte das Gehalt ihres Mannes, der noch vier weitere Frauen und zahlreiche Kinder hat, nicht aus, um die Familie zu versorgen. Täglich fehlten Lebensmittel auf dem Tisch für alle. Auch Mustapha wurde aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit vernachlässigt. Dies ändert sich seit seiner Ankunft bei der Josuha Guilavogui Foundation. Josh und sein Team sind überglücklich, Moustapha endlich ein liebevolles Zuhause bieten zu können. Außerdem kann er sich auf sein Vorbild Mohamed verlassen, um groß und stark zu werden.
Mohamed
Ohne Nachricht von seinen Eltern wuchs Mohamed zunächst bei seiner Großmutter in Conakry auf. Diese konnte sich nicht über Wasser halten und war auch nicht in der Lage, Mohamed zu beschützen, der sich häufig in ein Militärlager begeben musste, um zu essen. Nach diesen Qualen lächelte das Schicksal endlich auf "Momo". Er wurde in der Stiftung aufgenommen und fand wieder Gefallen am Leben. Was ist sein Traum? Profifußballer zu werden. Wie sein Vorbild, ein gewisser Josuha Guilavogui.